Das neue Projekt PLACES (Promoting Landscape, Accessibility and Culture for Experiential and Sustainable Tourism) wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie durch Interreg VI-A Italien-Österreich kofinanziert. Zielsetzung ist hier, die Barrierefreiheit im Tourismus zu fördern und so allen Menschen gleichermaßen die Möglichkeit zu geben, die Angebote einer touristischen Region oder Sehenswürdigkeit zu erleben. Mit der Fördersumme von rund 1 Mio. Euro werden vier Museen in den teilnehmenden Regionen, darunter das kaernten.museum, mit neuen Technologien barrierefrei erlebbar gemacht.

Mehr Sichtbarkeit und direkte Buchungsmöglichkeit

Die Kärnten Werbung wird die verfügbaren Fördergelder dafür nutzen, die bereits mit dem österreichischen Siegel für Barrierefreiheit ausgezeichneten Tourismusbetriebe auf der kaernten.at verstärkt in die Auslage zu stellen. Mit eigenen Fotoshootings, Contenterstellung, Übersetzungen und direkter Buchungsmöglichkeit der barrierefreien Einheiten bietet die Kärnten Werbung den zertifizierten Unternehmen Unterstützung zum besseren Verkauf ihres Angebots an. Die Nachfrage nach einem barrierefreien Angebot zählt zu den am stärksten wachsenden Segmenten im Tourismus. Laut einer Studie würden 48% aller Menschen mit Behinderung mehr Reisen unternehmen, wenn es das entsprechende Angebot gäbe. (Quelle: Neumann, P.& P. Reuber, Ökonomische Impulse eines barrierefreien Tourismus). Zudem steigt die Reiselust beim wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung. Barrierefreie Angebote werden auch von dieser Zielgruppe gerne angenommen.

Innovative Technologie für Menschen mit Sehbehinderung

Das kärnten.museum wird die EU-Mittel zur Entwicklung und Implementierung eines hocheffektiven digitalen Assistenzsystems für einen barrierearmen Museumsbesuch (Schwerpunkt Sehbehinderung) sowie erweiterter taktiler Aufmerksamkeitsfelder aufwenden, die blinden oder sehbehinderten Menschen den eigenständigen Besuch des Museums erlauben.

Mag. Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer Kärnten Werbung: „PLACES steht für nachhaltigen Tourismus, da es sowohl für unsere Gäste als auch für die Einheimischen neue Angebote schafft. Dazu zählen inklusive und barrierefreie Erlebnisse, die durch technische Innovation nicht nur leichter buchbar, sondern auch leichter konsumiert werden können und somit positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung einer Destination haben.“

Prof. Dr. Wolfgang Muchitsch, Direktor und wissenschaftlicher Geschäftsführer kärnten.museum: „Das kärnten.museum ist ein Ort des Miteinanders – ein Museum, das uns allen gehört. Barrieren abzubauen bedeutet, Vielfalt zu ermöglichen und neue Perspektiven zu öffnen. Auch wenn im Museumserlebnis oft der Sehsinn dominiert, denken wir bewusst darüber hinaus. Maßnahmen zur besseren Zugänglichkeit sind niemals nur für einzelne Gruppen gedacht, sondern steigern die Qualität für alle unsere Besucher*innen.“